Immer mehr Kinder bekommen von Lehrern und Ärzten Probleme mit der Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit mit und ohne Hyperaktivität (ADS, ADHS) bescheinigt. Daraus ergeben sich für viele Kinder auch Lernprobleme.

Meiner Erfahrung nach hilft es vielen Kindern, wenn sie im Rahmen von Bewegung und kreativer Beschäftigung (malen, musizieren) ihre Konzentrationsfähigkeit trainieren. Mit Bewegungsangeboten aus der Feldenkraismethode, dem Malraum (nach der Idee von Arno Stern) und dem Klangkreis, bei dem die Kinder auf leicht zu spielenden Instrumenten gemeinsam in der Gruppe improvisieren, üben die Kinder immer wieder mit ihrer Aufmerksamkeit bei einer Sache zu bleiben.

Gleichzeitig werden durch die Bewegungsangebote

  • die Wahrnehmung für den eigenen Körper (Wo ist in Bewegung wann welches Körperteil?),
  • die Orientierung im Raum (rechts-links, oben-unten, vorne-hinten ...),
  • die Koordination und
  • das Gleichgewicht geschult
  • basale Bewegungsmuster aus dem Baby- und Kleinkindalter angeregt, nachzureifen.

Das alles sind wichtige Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Lernen.

 

Beim Malen im Malraum erfahren die Kinder, wie sie sich innerlich einrichten müssen, damit sie in einem Raum mit anderen Kindern ganz versunken in ihr Tun (das Malen) bleiben können. Hier geht es darum, alles drumrum in den Hintergrund rücken zu lassen, um sich selbst und das Bild in den Vordergrund zu lassen. Gleichzeitig dürfen sie auf den Bildern das ausdrücken, was in ihnen lebendig ist mit dem Wissen, dass es weder beurteilt noch betrachtet wird. Der Spaß liegt im Malen in dem Moment des sich Ausdrückens mit Farbe und Form.

 

Im Klangkreis ist die Interaktion in der Gruppe gefragt. Nur wer mit der Aufmerksamkeit voll bei der Sache ist, kann die Rhythmen über längere Zeit durchspielen, kann auf die Zeichen der Mitspieler reagieren und spürt von selbst, wie er sich in das Gruppenmusizieren einbringen kann, so dass gemeinsam etwas Schönes entsteht.